DAS KOLLEKTIV

die kollektivschläfer ist ein im Februar 2016 gegründetes Künstlerinnenkollektiv der Tänzerin und Choreographin Annika Keidel und der Theater-Regisseurin und -Dramaturgin Hannah Schassner. Der Name des Kollektivs ist bewusst doppeldeutig, oder sogar ambivalent gewählt: Zum einen geht es uns um die künstlerische Erforschung des Schlaf(en)s und anderer Grundbedürfnisse des Menschen, zum anderen natürlich auch um die politische Deutung des Begriffs des Schläfers: Den Agenten, der heimlich ein Doppelleben in einer ihm „fremden“ Gesellschaft lebt und dort als Maulwurf von einer ihm übergeordneten Institution „aktiviert“ werden kann, wollen wir als zugegeben provokatives Bild für unsere Methodik, Kunst im ländlichen Raum zu machen, fruchtbar machen: Fremde sind wir, und Fremde sind die uns Umgebenden, doch sehen es als unsere Aufgabe, ein Teil der Gesellschaft der neuen Umgebung zu werden.

 

Die Position als Schläfer geht aber auch mit dem Wissen einher, dass wir – ob wir es wollen oder nicht - immer als fremde „Exotinnen“ in der „neuen Gesellschaft“ leben werden, wir können mit ihr ins Gespräch kommen, unseren Platz in ihr finden, uns so gut wie möglich anpassen – und doch wird unser Blick immer ein Blick von Außen sein. Es ist uns ein großes Anliegen, diese Tatsache nicht schönzureden oder wegzudiskutieren – sondern in schöpferisches Potential umzumünzen.

 

Denn am Ende wird es dann – eben im Gegensatz zur ursprünglichen Bedeutung des Schläfers – nicht darum gehen, in der Fremde lediglich die eigenen Ideen durchzusetzen, sondern gemeinsam Neue zu schaffen: mit dem Wissen aller und den Mittel der künstlerischen und kreativen Auseinandersetzung mit den Themen, zu denen wirklich jeder Mensch etwas zu sagen hat: dem Spiel (Projekt: LUDO in Großenlüder), dem Schlaf (Projekt: SLEEP! in Münster-Altheim und Performance: halbschlafvollmondgflüster), und und und.

 

die kollektivschläfer werden in ihrer Arbeit unterstützt von flux - Theater in Hessen unterwegs (Frankfurt, Hessen) der maniek dance company (Mannheim), theaterperipherie (Frankfurt) und den Landungsbrücken Frankfurt (Frankfurt).

 

 

 

 

 

Titelbild: Özay Özmen, www.blickwinkel-media.de

ZWISCHEN Kunst und Bildung

Unsere zwei Resindenzen SLEEP! und LUDO wurden wir von der Universität Koblenz-Landau, unter der Leitung von Kristin Westphal, wissenschaftlich evaluiert. Hier ist das Ergebnis:

Kristin Westphal, Teresa Bogerts, Mareike Uhl, Ilona Sauer (Hg.)

 

Der Band ZWISCHEN Kunst und Bildung beschäftigt sich mit den Spannungsverhältnissen von Kunst und Bildung und geht der Frage nach, wie sich diese in der künstlerisch-pädagogischen Praxis von Künstler*innen in formalen und semiformalen Bildungskontexten, insbesondere in den Bereichen Theater, Tanz und Performance, verhalten und produktiv gestaltet werden können. Inwieweit sind in den zeitgenössischen Künsten bildende Potenziale für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bereits implizit enthalten? Welche Rolle kommt den Vermittlungsinstanzen im Hinblick auf Qualität und Professionalisierung zu? Vorgestellt werden Ergebnisse aus einer dreijährigen Erprobung und Entwicklung eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten wissenschaftlich fundierten Weiterbildungsmodells KUNST_RHEIN_MAIN, durchgeführt von Tanzlabor 21/Tanzplattform Rhein-Main sowie dem internen Kooperationspartner FLUX. Theater in Hessen unterwegs. Theater für Schulen. Verein zur Förderung der Zusammenarbeit von Theatern und Schulen in Hessen e.V., koordiniert und wissenschaftlich begleitet von der Universität Koblenz-Landau. In den Fokus gelangen dabei neben theoretischen Perspektiven, zeitgenössische künstlerische Verfahrensweisen und Vermittlungskonzepte sowie ausgewählte Themen aus der Forschungsperspektive.

 

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FLUX Residenzen // gefördert im Rahmen des Kulturkoffers Hessen
halbschlafvollmondgeflüster //  gefördert vom Kulturamt Frankfurt // Hessisches Ministerium für Wissenschaft & Kunst
die kollektivschläfer benutzen ostrichkissen http://www.ostrichpillow.com/